Die Netbooks sind klein – kleiner als jedes der getesteten herkömmlichen Notebooks. Sie wirken geradezu niedlich, sind sie doch kaum größer als ein Taschenbuch. Und sie bringen nur ein gutes Kilogramm auf die Waage.
So klein und leicht machen diese Computer ihre Besitzer wirklich mobil. Für unterwegs eignet sich der aktuelle Asus Eee PC am besten: Mit seinen 1,5 Kilogramm wiegt er nicht nur wenig, sondern schlägt bei der Akkuleistung alle anderen Geräte im Test um Längen. Auch dank des stromsparenden „Atom“-Prozessors von Intel bringt er es sogar bei intensiver Nutzung auf eine Laufzeit von über vier Stunden. Die sperriÂgeren Notebooks können da nicht mithalten. Mit höchstens zweieinhalb Stunden Akkuleistung im DVD-Betrieb und rund drei Kilogramm Gewicht eignen sie sich eher für zuhause als zum Mitnehmen.
Was die Netbooks im Unterschied zu den Notebooks allerdings nicht bieten, ist ein CD- oder DVD-Laufwerk. Auch ihre Festplatte ist höchstens 160 Gigabyte groß, alle Notebooks im Test kommen auf 250 Gigabyte oder mehr. Anstelle einer Festplatte haben manche Netbooks, wie im Test das von Dell, Speicherchips (Solid State Drive) verbaut. Der Speicherplatz der Chips ist allerdings noch sehr begrenzt – im Fall von Dell auf 16 Gigabyte. Nach Installation des Betriebssystems sind nur noch 10,6 Gigabyte Speicherplatz frei – ungefähr so viel, wie auf zwei DVDs passt.
Der Monitor
Die Auflösung ist aufgrund der Größe der Geräte natürlich ebenfalls beschränkt, eine Website geht sich bei den 1.024 mal 600 Pixel der aktuellen zehn-Zoll-Modelle aber allemal aus, ohne dass man viel nach rechts scrollen muss.
Beim Monitor bin ich dagegen kompromisslos: Auch wenn verspiegelte Monitore laut Herstellern dem Betrachter mehr Brillanz bieten sollen, kommt mir für unterwegs nur ein mattes Display ins Haus. Damit kann man nämlich auch bei Beleuchtung, egal ob künstlich oder natürlich, sehen, was der Computer gerade macht und nicht nur seine Frisur kontrollieren. Business-Notebooks, die vor allem für den Gebrauch außer Haus vorgesehen sind, sind übrigens auch alle entspiegelt.
Netbooks, selbst im Zehn Zoll Format, das entspricht ungefähr 18 mal 26 Zentimeter, also genau zwischen A4 und A5, können keine normal große Tastatur beherbergen. Fast alle brauchen daher eine gewisse Eingewöhnungszeit, um halbwegs fehlerfrei tippen zu können.
Die Tücke liegt allerdings im Detail: So hat etwa Asus bei seinem Modell die rechte Shift-Taste so verkleinert und ganz außen platziert, dass ich meistens die Bild-nach-oben-Taste treffe und sinnfrei im Text herumspringe. Das geht auch besser, wie beim Samsung-Netbook.
Netbook Vorteile:
- Geringes Gewicht und kleine
- Abmessungen, ideal für unterwegs.
- Relativ niedriger Preis.
- Gut zum Surfen, Mailen, Musikhören
und für Textverarbeitung.
- Geringerer Stromverbrauch im
Betrieb als die Notebooks.
- Sind oft leiser als die Notebooks.
- Alle im Test haben eine Webcam.
Nachteile Netbooks:
- Kein CD- oder DVD-Laufwerk.
- Kleiner Bildschirm.
- Geringe Rechenleistung.
- Manche haben recht kleine Tasten.
- Geringe Festplattenkapazität.
- Nichts für Spieler.
- Wenige Anschlüsse.
- Kein Modem.